Nächste Woche ist es so weit, da wird die erste Ausgabe des Baden-Württembergischen landwirtschaftlichen Wochenblatts erscheinen (BWW). Wie geht es Ihnen damit?
Ich freue mich sehr, dass wir endlich starten. Hinter meinem Team und mir liegen rund zwei Jahre intensive Planungszeit. Gleichzeitig gehört auch ein wenig Abschiedsschmerz dazu, denn die BBZ begleitet mich seit vielen Jahren. Doch Veränderung gehört zum Leben – und das war immer unser Antrieb.
Inwiefern?
Der Blick in unser Archiv zeigt, wie stark sich die BBZ immer wieder verändert hat. Sei es in der Optik, dem Namen, der Titelgestaltung oder den Rubriken. 2023 haben wir unser 75- jähriges Bestehen gefeiert; davor gab es hier in der Region sogar zwei konfessionelle Bauernzeitungen, die zu einer wurden. All diese Veränderungen hatten ein gemeinsames Ziel: sich den Anforderungen der Zeit anzupassen und dabei stets die Leserinnen und Leser im Blick zu behalten. Genau das war auch der Maßstab für unseren aktuellen, mutigen Schritt.
Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Ähnlich wie die Landwirtschaft selbst stehen auch die Fachmedien vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. In den vergangenen Jahren mussten wir deutliche Rückgänge bei Abonnements und Anzeigenumsätzen verzeichnen. Langfristig wäre das wirtschaftlich nicht mehr tragfähig gewesen. Gemeinsam mit den beiden Bauernverbänden im Land, den Herausgebern unserer Wochenblätter, haben wir daher konsequent entschieden, ein gemeinsames Wochenblatt für ein Bundesland mit herauszugeben.
Worin liegen die Vorteile des gemeinsamen Wochenblatts?
Eine gemeinsame Redaktion stärkt die Stimme der Landwirtschaft im Land und bietet unserer Leserschaft beste Informationen mit noch mehr Tiefgang. Das geschieht durch mehr Vor-Ort-Reportagen im Land, Tipps zur Betriebsführung und Stärkung des Praxisbezugs. Mit einem Mantelteil können wir Themen fundierter und ausführlicher aufbereiten. Mit den Regionalteilen sorgen wir dafür, dass die Themen vor Ort sowie der Verbände gespiegelt werden. Neben Print als Anker stärken wir für flexibles Lesen die digitalen Angebote wie Newsletter, Online-Auftritt und Social Media.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten . . .
...dann wünsche ich mir, dass unsere Leserinnen und Leser das neue Wochenblatt und unsere digitalen Angebote offen betrachten, wirken lassen und bereit sind, vertraute Wege zu verlassen. Geben Sie dem Neuen eine Chance – Sie werden feststellen: Verändert. Und vertraut.
Mit Barbara Sester sprach Padraig Elsner